Doch kein Verbot von Kryptowährungen in Südkorea

Nach Japan ist Südkorea der größte Markt für Kryptowährungen. Alleine 33% Ethereum wird von Südkoreanern gehalten. Kryptowährungen sind in Südkorea zum Volkssport geworden. Jugendliche, vorallem Arbeitslose finden im Handel mit der digitalen Währung Ausflucht aus dem andauernden Geldmangel. Ein Verbot sollte dem entgegenrudern. Laut Medienberichten tritt das Verbot von Kryptowährungen nun doch nicht in Kraft.

Seit geraumer Zeit wurde in Südkorea darüber diskutiert, ob Kryptobörsen geschlossen werden sollen. Zudem wurde über ein generelles Verbot von Kryptowährungen nachgedacht. Gegen Manipulationen wolle man aber in Zukunft vorgehen, so die Regierung in Seoul. Dazu wird die Regierung ein System nutzen, was nicht genauer beschrieben wird. Zudem sollen die inländischen Banken genauer kontrolliert werden, um Marktmanipulationen und Geldwäsche unterbinden zu können.

Die Banken sollen stärker kontrolliert werden

Die südkoreanische Regierung wird zukünftig strengere Kontrollen bei ihren Banken durchführen. Es soll vorallem überprüft werden, ob generell die Geldwäschegesetze eingehalten werden.

Als Folge hatte die Shihan Bank (größte Bank in Südkorea) seinen Kunden, die mit Kryptowährungen handeln kurzerhand mit, ihre Accounts einzustellen und keine weiteren Transaktionen mehr im digitalen Währungssektor auszuführen. Viele Kunden reagierten dementsprechend und drohten mit dem Boykott der Bank.

Shihan Bank gibt nach

Die Reaktion der Bank kam schnell. Die Entscheidung über die Einstellung der Accounts, die am Kryptohandel teilnehmen, wurde von der Shihan Bank schnell revidiert und wies die Kunden darauf hin, anonyme Accounts zu beseitigen. Die Möglichkeit zur Eröffnung neuer virtueller Konten für den Kryptohandel wurde vorerst eingestellt. Ein Handel mit virtueller Währungen ist somit weiterhin möglich. Aber sobald das neue System "läuft" drohen Kunden mit anonymen Konten empfindliche Strafen.

Neue Richtlinie

Die südkoreanische Regierung hat bereits eine Richtlinie erlassen, in welcher steht, dass Kunden mit „virtuellen Konten“ bei Banken ihre Identität nicht mehr verschleiern dürfen. Die Technik für diese Richtlinie ist zwar bei vielen Banken inzwischen geschaffen worden, aber sie wird von vielen Banken noch gar nicht angewendet. Wenn ein Händler von Kryptowährungen seine wahre Identität nicht preisgibt, sind Bußgelder fällig. Da aber die Banken die Identitätsprüfung nicht freischalten, kann der "virtuelle" Kunde sie gar nicht erst vollziehen. Also ist auch über diese Taktik ein kaltes Verbot im Kommen.


Präsident Südkorea

Südkoreas Präsident Moon Jae-in. Foto: Korea.net / Korean Culture and Information Service (CC BY-SA 2.0)

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